Wir suchen die Zukunft des Lernens in neuen Technologien. Und übersehen dabei, was wir längst haben.
Im Museum stehen Studierende vor aufgerollten Lehrtafeln aus dem 19. Jahrhundert.
Teilweise beschädigt.
Zum Teil verschimmelt.
Und voller Annahmen darüber, was „Wissen“ ist.
Im Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin ging es um mehr als Digitalisierung.
Es ging um die Frage: Wie wurde Wissen eigentlich gemacht?
Lehrtafeln zeigen nicht nur Inhalte. Sie machen sichtbar, was als wahr galt und was unsichtbar blieb.
Ohne feste Vorgaben entwickelten die Studierenden eigene Workflows, definierten Metadaten und entschieden selbst, was relevant ist.
Inzwischen wird die Sammlung systematisch weiter erschlossen.
Ein Großteil der rund 1.500 Tafeln ist bereits digital erfasst.
Digitalisierung wurde so zu einem Prozess des Verstehens.
👉 https://mediastories.museumfuernaturkunde.berlin/wissen-in-2d
Vielleicht ist das die eigentliche Zukunft des Lernens: Weniger fertige Antworten. Mehr echte Entdeckung.





