Manche Schmetterlinge erkennt man sofort an ihrer Silhouette.
Aber weißt du, warum manche Arten diese langen Schweife an den Flügelspitzen tragen?
Bei Rhetus arcius pacificus, einem Vertreter der Familie Riodinidae, sind es genau diese eleganten Flügelschweife, die den Blick auf sich ziehen. Sie verlängern die Flügelspitzen wie feine Linien im Raum und verleihen dem Tier eine fast grafische Präsenz.
In der dorsalen Ansicht zeigen sich die klaren Bänder auf den dunklen Flügeln, während die leuchtend roten Markierungen nahe der Schweife einen starken Kontrast setzen. Man nimmt an, dass diese Kombination aus Zeichnung und Flügelschweifen eine Ablenkungsstrategie gegenüber Fressfeinden darstellt. Angriffe werden dabei eher auf die empfindlichen Flügelspitzen gelenkt als auf den Körper selbst.
Die Digitalisierung macht solche Details besonders sichtbar. Selbst feinste Strukturen der Flügelschuppen, die im Original kaum auffallen, werden in der hochauflösenden Aufnahme lesbar.

Eran Wolff beschreibt die Aufnahme so:
„Dieses Exemplar war vergleichsweise unkompliziert zu fotografieren. Es wurde nur mit einfacher Vergrößerung aufgenommen und aus etwa 20 gestackten Bildern zusammengesetzt. Gerade bei Schmetterlingen ist es spannend zu sehen, wie sich die Struktur der Flügelschuppen erst in der Vergrößerung wirklich zeigt.“
Die Begleitaufnahme der historischen Etiketten erzählt zugleich ein Stück Sammlungsgeschichte: Das Exemplar wurde 1926 in Kolumbien (Magdalena, Papare) gesammelt und von Arnold Schultze präpariert.
📷 Ordnung Lepidoptera, Sammlung Entomologie
Fotografiert von Eran Wolff mit Sony 7R3 und Sony 90 mm Makroobjektiv
Einfache Vergrößerung, ca. 20 gestackte Aufnahmen
Fotos: Eran Wolff Sedlar Wolff