Es kommt nicht oft vor, dass ein Museum eine Maschine geliefert bekommt, die es selbst mitentwickelt hat.
Diese Woche ist PHIDIS am Museum für Naturkunde Berlin eingezogen, unser erster im Labor ELIO mitentwickelter Prototyp, entstanden gemeinsam mit der Gestalt Automation GmbH. Der Name steht für Photo Information & Data Integration System. Aufgebaut haben wir die Station in Saal 2, direkt neben dem großen Sauriersaal, wo unsere Scan- und Fotostationen stehen und die Digitisation on Demand läuft. Wer das Museum besucht, kann dort einen Blick auf sie werfen.
PHIDIS ist ein mobiles Digitalisierungssystem, das Aufnahme, Verarbeitung und Veröffentlichung in einem standardisierten Ablauf zusammenführt.
Es ist so gedacht, dass es zur Sammlung kommt und nicht umgekehrt, und dass es Objekte von wenigen Millimetern bis Schuhkartongröße in reproduzierbaren 360-Grad-Aufnahmen erfasst, in weniger als fünf Minuten pro Objekt.
Der erste Testkandidat war ein Nashornkäfer. Zuzusehen, wie er sich Ansicht für Ansicht auf dem Bildschirm aufbaut, während die Station um ihn herum arbeitet, ist genau der Moment, für den sich die Entwicklung lohnt.
Und warum baut ein Museum so etwas mit? Weil in naturkundlichen Sammlungen weltweit riesige Objektmengen lagern und bislang nur ein kleiner Teil digital erfasst ist. Die passende Technik gibt es nicht von der Stange. Also entwickeln wir sie gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und behalten das Wissen darüber im Haus.






