Ein Blick, der zurückschaut.
Was hier sichtbar wird, ist reine Funktion und trotzdem entsteht etwas Unerwartetes.
Diese Aufnahme zeigt den Kopf einer Holzbiene aus der Gattung Xylocopa, vermutlich Xylocopa wagneri, in extremer Vergrößerung. Die großen Facettenaugen, die dichte Behaarung und die kräftigen Mundwerkzeuge verleihen ihr eine fast ausdrucksstarke Präsenz.
Doch dieser Eindruck ist mehr als nur visuell:
Die Augen bestehen aus tausenden Einzelaugen und ermöglichen eine präzise Wahrnehmung von Bewegung und Licht. Die feinen Haare rund um den Kopf sammeln Pollen, während die Mundwerkzeuge auf das Aufnehmen von Nektar spezialisiert sind.
Was im Original kaum auffällt, wird hier sichtbar: Strukturen, Übergänge, Materialität.
Die Digitalisierung macht aus einem kleinen Insekt eine komplexe Landschaft und verändert unseren Blick auf das, was wir zu kennen glauben.
Eran Wolff beschreibt die Aufnahme so:
„Bei dieser Vergrößerung ist die Schärfentiefe extrem gering. Deshalb entstehen viele Einzelaufnahmen in unterschiedlichen Fokusebenen, die anschließend automatisiert zu einem durchgehend scharfen Bild kombiniert werden.“
📷 Ordnung Hymenoptera, Familie Apidae
Fotografiert von Eran Wolff mit Sony A7R3 und Makroobjektiv
Mehrfachaufnahme mit Fokusstacking
Hashtag#ELIOdodinsight
Museum für Naturkunde Berlin ELIO – Innovationslabor für Objektdigitalisierung am Museum für Naturkunde Fotos: Eran Wolff Sedlar Wolff