Digitalisierung ist Infrastruktur.
Doch wer bezahlt sie eigentlich?
Digitalisierung von Sammlungen wird selten aus einer einzigen Quelle finanziert.
In vielen Museen entsteht sie aus einem Zusammenspiel verschiedener Finanzierungsformen.
Typischerweise kommen dabei mehrere Bausteine zusammen:
- GRUNDFINANZIERUNG DER INSTITUTION
z. B. Personalstellen, Sammlungsarbeit oder grundlegender Betrieb von IT-Systemen - FÖRDERPROGRAMME
Sie ermöglichen viele Digitalisierungsinitiativen überhaupt erst und finanzieren Projekte, Methoden oder technische Entwicklungen. - DRITTMITTEL UND KOOPERATIONEN
etwa Forschungsprojekte oder Verbünde zwischen Museen, Universitäten und Technologiepartnern - EIGENE INVESTITIONEN DER INSTITUTION
z. B. Aufbau digitaler Infrastrukturen, Plattformen oder zusätzlicher Kompetenzen
So entsteht Digitalisierung in vielen Museen aus einem Zusammenspiel verschiedener Finanzierungsquellen.
Die strukturelle Herausforderung dabei:
Viele dieser Finanzierungen sind zeitlich begrenzt.
Digitale Sammlungen dagegen bestehen dauerhaft.
Damit stellt sich eine grundlegende Frage:
Wie lässt sich der langfristige Betrieb digitaler Sammlungen sichern, wenn ihre Digitalisierung aus Programmen, Projekten und Budgets finanziert wird, die meist nur für wenige Jahre angelegt sind?
Wenn wir Museen als dauerhafte Infrastruktur-Institutionen begreifen, müssen wir auch über neue, verstetigte Finanzierungsmodelle sprechen.
💬 Mal ehrlich: Wie viel Prozent eures Digital-Budgets sind wirklich für den dauerhaften Betrieb nach Projektende eingeplant?
Vorschau: Was kostet die „Zukunft“ eigentlich konkret? Im nächsten Beitrag schauen wir auf die oft unterschätzten Kosten im laufenden Betrieb.
Foto: Gyorgyi Kovacs
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