Viele Digitalisierungsprojekte in Museen enden genau dann, wenn die eigentliche Arbeit beginnt.
Digitalisierung wird im Kulturbereich häufig als Projekt organisiert. Ein Antrag wird gestellt, Fördermittel werden bewilligt, eine bestimmte Anzahl von Objekten wird digitalisiert.
Auf dem Papier ist das Ziel damit erreicht.
In der Praxis beginnt an diesem Punkt jedoch erst der langfristige Teil der Arbeit:
- Digitale Sammlungen müssen gepflegt werden.
- Metadaten werden ergänzt und korrigiert.
- Daten müssen langfristig gespeichert und gesichert werden.
- Technische Systeme brauchen Wartung, Updates und manchmal komplette Erneuerungen.
Digitalisierung ist deshalb weniger eine abgeschlossene Maßnahme als eine dauerhafte Infrastrukturaufgabe.
Viele Museen stehen genau hier vor einer strukturellen Herausforderung. Projektförderung ermöglicht wichtige Fortschritte. Gleichzeitig entstehen digitale Bestände und Systeme, deren langfristiger Betrieb oft noch nicht ausreichend mitgedacht ist.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:
Wie digitalisieren wir Sammlungen?
Sondern auch:
Wie organisieren wir den dauerhaften Betrieb digitaler Sammlungen?
Diese Frage führt zu weiteren strukturellen Themen:
Finanzierung, Infrastruktur und Betrieb digitaler Sammlungen, aber auch zu neuen Rollen von Museen und neuen Geschäftsmodellen im Museumsbereich, die zum Teil weit über die Digitalisierung hinausreichen.
Mit dieser Serie möchten wir einige dieser Fragen genauer betrachten.
💬 Welche Themen rund um Digitalisierung und neue Modelle im Museumsbereich sollten wir in dieser Serie unbedingt aufgreifen?
Foto: Kirill Tatarenkov @kirk.photographer
Gesamte Serie lesen: #ELIOzukunftMuseen