Warum viele Museen Digitalisierung nicht alleine stemmen können.
In vielen Gesprächen über Digitalisierung in Museen taucht immer wieder dieselbe Frage auf:
Warum kommen so viele Projekte nicht über die Pilotphase hinaus?
Ein Grund liegt ziemlich offen auf der Hand.
Digitalisierung ist keine einmalige Investition. Sie ist Infrastruktur.
Und Infrastruktur baut man selten allein.
Im ELIO-Projekt merken wir das jeden Tag. Wenn man ernsthaft an Themen wie automatisierte Digitalisierung, KI-gestützte Datenerfassung oder neue Formen der Sammlungsanalyse arbeitet, braucht es unterschiedliche Perspektiven: wissenschaftliche Expertise aus dem Museum, technologische Kompetenz aus der Industrie und Menschen, die beides zusammenbringen.
Museen werden dabei zu etwas Neuem. Nicht nur Orte der Bewahrung, sondern Partner in der Entwicklung.
- Unsere Sammlungen sind reale Testumgebungen für Technologien.
- Unsere Daten sind Grundlage für neue Anwendungen.
- Und unsere Fragen aus der Forschung treiben Innovation überhaupt erst an.
Dieser Rollenwechsel ist die Voraussetzung dafür, dass Museen über die klassische Projektlogik hinauswachsen können.
Sei es durch tiefe Kooperationen mit der Tech-Branche, gemeinsame Infrastrukturprojekte zwischen Institutionen oder das Einbringen eigener Expertise als Dienstleistung.
Deshalb entstehen im Moment so viele spannende Kooperationen zwischen Museen und Tech-Partnern. Nicht weil Museen ihre Aufgaben auslagern wollen, sondern weil diese Form der Zusammenarbeit aus den neuen Anforderungen heraus notwendig wird.
Für uns ist genau das einer der spannendsten Teile von ELIO: zu sehen, was passiert, wenn unterschiedliche Welten anfangen, wirklich zusammenzuarbeiten.
💬 Wie erlebt ihr das in euren Häusern?
Sind solche Kooperationen bei euch schon Teil der Arbeit oder noch eher Ausnahme?
Vorschau:
Wenn Museen wirtschaftlich aktiv werden, stellt sich schnell die nächste Frage:
Wo entstehen überhaupt neue Einnahmemodelle?
Foto by @Gyorgyi Kovacs
Gesamte Serie lesen: #ELIOzukunftMuseen