Wie gelingt der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, und warum gelingt er oft noch nicht?
Mit dieser Frage waren wir gestern für ELIO und das Museum für Naturkunde Berlin beim Präsenztreffen der NFDI-Sektion Industry Engagement in Frankfurt.
Die Sektion beschäftigt sich damit, wie Forschungsdaten, Wissen und Erfahrungen besser zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geteilt und genutzt werden können. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Strukturen und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Zusammenarbeit.
In der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer & Impact“ wurde schnell deutlich, dass die größten Herausforderungen oft weniger in den Daten liegen als in den Strukturen dahinter.
Diskutiert wurden unter anderem:
- Wie erfolgreiche Pilotprojekte in langfristige und skalierbare Zusammenarbeit überführt werden können.
- Wie Wissenschaft und Unternehmen überhaupt zueinander finden.
- Welche unterschiedlichen Interessen und Anreizsysteme aufeinandertreffen.
- Wie der konkrete Nutzen von Wissenstransfer sichtbar und nachvollziehbar gemacht werden kann.
Besonders spannend fanden wir den Gedanken, Wissenstransfer nicht als Einbahnstraße zu verstehen. Innovation entsteht nicht dadurch, dass Wissenschaft Wissen „übergibt“ und Wirtschaft es „anwendet“. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Bedarfe zusammenkommen.
Genau diese Fragen beschäftigen uns auch bei ELIO. Wie können Fachwissen, praktische Anforderungen und digitale Möglichkeiten so zusammengebracht werden, dass daraus Lösungen entstehen, die im Arbeitsalltag tatsächlich hilfreich sind? Und wie schaffen wir Räume für Austausch und dauerhafte Zusammenarbeit?
Vielen Dank an die Teilnehmenden für die offenen Diskussionen und die vielen Perspektiven!
