Das gehört nicht zufällig unter diesen Käfer.
Auf den ersten Blick wirkt dieses kleine Fragment unter dem Käfer wie ein abgebrochenes Teil.
Doch es wurde ganz bewusst so platziert.
Die Aufnahme zeigt Lachnosterna ferruginea, einen Vertreter der Blatthornkäfer. Unterhalb des Körpers sind die präparierten Genitalien separat platziert, eine gängige Praxis in der Entomologie.
Warum dieser Aufwand?
Viele Käferarten lassen sich äußerlich kaum unterscheiden. Entscheidend für die Bestimmung sind oft feinste Unterschiede in den Genitalstrukturen. Sie werden daher sorgfältig entnommen, präpariert und gemeinsam mit dem Exemplar aufbewahrt.
Was hier sichtbar wird, ist also nicht nur ein Tier, sondern auch wissenschaftliche Methode.
Ein System, das darauf ausgelegt ist, Vergleichbarkeit und eindeutige Bestimmung über Jahrzehnte hinweg zu sichern.
Eran Wolff beschreibt die Aufnahme so:
„Solche Details gehören zur wissenschaftlichen Arbeit dazu. Man sieht hier nicht nur das Tier, sondern auch, wie es für die Forschung zugänglich gemacht wurde.“
Die Digitalisierung macht genau diese Zusammenhänge sichtbar, nicht nur das Objekt, sondern auch die Praxis dahinter.
📷 Ordnung Coleoptera, Familie Scarabaeidae
Fotografiert von Eran Wolff mit Sony A7R3 und Makroobjektiv
Mehrfachaufnahme mit Fokusstacking
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Museum für Naturkunde Berlin ELIO – Innovationslabor für Objektdigitalisierung am Museum für Naturkunde
Foto: Eran Wolff Sedlar Wolff
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